HanseMerkur Preis für Kinderschutz am 08. Mai 2015 in Hamburg.

HanseMerkur Preis für Kinderschutz am 08. Mai 2015 in Hamburg.

HanseMerkur Preis für Kinderschutz am 08. Mai 2015 in Hamburg.

Die HanseMerkur Preise für Kinderschutz 2014 wurden am 08. Mai 2015 zum 34. Mal verliehen. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hielte im Rahmen einer Festveranstaltung in der Hauptverwaltung der HanseMerkur Versicherungsgruppe die Laudationes auf die vier Gewinnerinitiativen aus Bienenbüttel, Hamburg, Lilienthal und München. Prof. John Neumeier Ballettdirektor und Chefchoreograph des HAMBURG BALLETT übernahm Schirmherrschaft für Verleihung der 34. HanseMerkur Preise für Kinderschutz.
„Sorge für Kinder ist Vorsorge für die Zukunft“: Unter diesem Motto vergibt die HanseMerkur Versicherungsgruppe seit 1981 alljährlich den aktuell mit insgesamt 50.000 Euro dotierten HanseMerkur Preis für Kinderschutz. Ausgezeichnet wurden einzelne Personen, Gruppen, Vereine und Initiativen, die sich ehrenamtlich und in besonderer Weise um das Wohl von kranken, behinderten oder sozial benachteiligten Kindern bemühen.

Die Schauspielerin Andrea Sawatzki als Botschafterin des diesjährigen Hauptpreisträgers aus München sprach zu den 500 geladenen Gästen bei der Verleihung des ältesten deutschen Sozialpreises für herausragende Kinder- und Jugendschutzarbeit. Bisher wurde ein Preisgeld von über einer Million Euro ausgeschüttet. Die Auszeichnungen für das Jahr 2014 ging an vier Initiativen aus Hamburg und München sowie aus Niedersachsen (Bienenbüttel & Lilienthal). Das kulturelle Rahmenprogramm der Festveranstaltung gestaltete das BUNDESJUGENDBALLETT gemeinsam mit den Integrativen barrierefreien Gruppen des TV Schiefbahn 1899 e.V. aus Willich.

Seinen Ursprung hat der HanseMerkur Preis für Kinderschutz in den 70er Jahren, als die HanseMerkur mit einem speziell für Kinder entwickelten Tarif neben der stationären Krankenversicherung von Kindern auch die Begleitung durch einen Elternteil im Krankenhaus abdeckte. http://www.hansemerkur.de/

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an folgendes Projekt: Laut Kriminalstatistik wurden in Deutschland im Jahre 2014 153 Kinder zu Tode misshandelt. Doch was geschieht mit jenen, die schweren, langanhaltenden sexuellen Missbrauch, körperliche und seelische Gewalt „überlebt“ haben? Was passiert, wenn jene Kinder nach der Herauslösung aus ihren Familien in Jugendheimen, Wohngruppen, Psychiatrien und Pflegefamilien keinen Fuß fassen können, weil sie selbst – durch Gewalt traumatisiert – gewalttätig werden, durch Selbstzerstörung oder Essstörungen auffallen?

Die gemeinnützige und mildtätige Stiftung „Ein Platz für Kinder“ in München wurde 2005 gegründet, um in Deutschland Schutzhäuser zu bauen, die diesen Kindern in besonderen Ausnahmesituationen ein Heim geben. Schutzhäuser wie das KiD Hannover und die Hamburger Mattisburg, die jeweils zehn Vier- bis 12-Jährige für einen Zeitraum von durchschnittlich sechs Monaten aufnehmen, bis (Sozial-) Pädagogen und Trauma-Therapeuten sich sicher sind, dass sie in normale Einrichtungen der Jugendfürsorge überführt werden können. Ein Platz für Kinder stattet die Schutzhäuser liebevoll aus, stellt die fortlaufende Renovierung sicher und übergibt diese dann an einen professionellen Träger.

Die drei mit jeweils 10.000 Euro dotierten Anerkennungspreise gingen an folgende Projekte:

1. Transplant-Kids. Viele Kinder leben mit einer transplantierten Niere oder Leber, mit Spenderherz oder -Lunge. 6.000 bis 7.000 Kinder in Deutschland sind organtransplantiert, etwa 350 kommen jährlich dazu. Kinder, die zwei Stundenpläne führen, einen schulischen und einen medizinischen, für die – häufig seit Geburt – Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und dauernde Medikamenteneinnahme zum Alltag zählen. Transplant-Kids e.V. aus dem niedersächsischen Bienenbüttel macht für Kinder mit Spenderorganen zwischen acht und 14 Jahren ein bundesweit einmaliges Angebot. Die Vereinsmitglieder, selbst organtransplantierte Erwachsene, zeigen ihnen einen Weg zwischen altersgerechtem Leben und verantwortungsvollem Umfang mit dem transplantierten Organ.

2.Vor 20 Jahren startete der Verein Freunde der Schlumper e.V. im multikulturellen Hamburger Stadtteil Altona-Altstadt das Projekt Louise Schroeder Schule und Die Schlumper. Eine Ateliergemeinschaft von Künstlern mit unterschiedlichen Handicaps trifft sich seither an vier Tagen in der Woche mit sechs bis zehn Kindern der integrativen Ganztagsgrundschule während des Regelunterrichts zum Malen und kreativen Gestalten. Alle 470 Kinder der Hamburger Pilotschule Kultur, viele aus sozial prekären Verhältnissen, treffen im Rahmen ihrer Grundschulzeit so mehrfach mit den „Schlumpern“ zusammen und entwickeln über die Begegnung mit den Künstlern zudem grundlegende soziale und kommunikative Kompetenzen.

Die Entwicklung kreativer Potentiale und der Respekt vor Menschen mit Behinderungen haben auch positive Auswirkungen auf das Lernverhalten der Schüler. Und so ist das Projekt ein „unvermuteter Glücksfall“ für alle Beteiligten. Denn das ist auch nach dem Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm die Bedeutung des Wortes „Schlump“.

3. Die im Jahre 2002 gegründete Bürgerstiftung Lilienthal vor den Toren Bremens hat es sich zum Ziel gesetzt, mit einem Strauß an Bildungsangeboten besonders Kinder mit Migrationshintergrund zu fördern, um die Grundlagen für eine berufliche und soziale Integration in Deutschland zu legen. 2009 kam im Rahmen der außerschulischen Lernbetreuung über Deutsch- und Mathematik-Fördereinheiten das Projekt „Gleiche Chancen auch für Roma-Kinder“ hinzu.

Parallel zur Preisverleihung läuft bereits die Ausschreibung für Bewerbungen um den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2015. Als Einsendungsschluss hat die Jury den 31. August 2015 festgelegt.
http://www.hansemerkur.de/unternehmen/presse
Prof. Dr.h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy of European Science NCLC Institute USA.
Limited Liability Company (LLC)
VIP Business Service International.USA.

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