14. Internationale Mediationstage des Mediation DACH e.V. 2015 in Hamburg.

Empfang im Hamburger Rathaus "Parlament"

Empfang im Hamburger Rathaus „Parlament“

Die 14. Internationalen Mediationstage des Verbandes Mediation DACH e.V., Deutschland, Austria, Schweiz, fanden vom 29.-31. Januar in Hamburg statt: Mit Prof. Dr. Arist von Schlippe, Prof. Dr .Fritz Glasl, Dr. Reiner Ponschab, Dr. Gernot Barth, Dr. Stefan Kracht, Dr. Thomas Lapp, Anita von Hertel und vielen weiteren erfahrenen Mediationspraktikern unterschiedlichster Bereiche, mit Mediationspraxistag mit lebendigen Praxisfällen aus der Welt der Mediation.

Anita von Hertel mit Dr. Thomas Lapp.

Anita von Hertel mit Dr. Thomas Lapp.

Am ersten Tag, am 29.Januar 2015, trafen sich Vertreter der Verbände mit Mediationnsexperten beim Empfang im Hamburger Rathaus „Parlament“. Am 30.1. fand der fachliche Austausch am Mediationstag, DFfM und im Seminar mit Prof. Arist von Schlippe statt. Am 31.1. berichteten Kunden und Mediatoren am Mediationspraxistag, DACH. Der legendäre Mediationsball in den Mozartsälen, mit Balleröffnung durch Europameisterin und TV-Star Isabel Edvardsson, mit 3 Shows der 4-fachen Weltmeister (10-Tänze und Kür): Steffen Zoglauer und Sandra Koperski und weiteren Stars war das krönende Highlight. Es gab viel Gelegenheit, Menschen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Mediation wieder zutreffen – mit Preisverleihung: WinWinno 2015!

Preisverleihung 2015. DACH.

Preisverleihung 2015. DACH.

Die WinWinno-Preisträger 2015 sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Friedrich Glasl und das Unternehmen Postmail, Schweiz.
Isabel Edvardsson, Europameisterin und mehrfache Let‘s Dance-Siegerin, die auf charmante Weise auch einen kleinen Einblick in eigene Konflikte und ihre Lösungen gab, ehrte den Preisträger des Ehren-WinWinno 2015: Prof. Dr. Dr. h. c. Friedrich Glasl für sein analytisches, empirisches und praktisches Wirken im Feld der Konflikte und ihrer Lösungen von 1967 bis heute.

Ehrung des Prof. Dr. Dr.h.c. Friedrich Glasl

Ehrung des Prof. Dr. Dr.h.c. Friedrich Glasl

Jan Richter, 2. Vors. des Mediation DACH e.V., Deutschland, Austria, Schweiz, ehrte das Unternehmen Postmail, Schweiz. Er würdigte den teamfördernden Ansatz: „Gemeinsam Großes leisten“, mit dem Postmail, Schweiz, u.a. konfliktlösendes Handeln in der gesamten Mitarbeiterschaft von 18.000 Mitarbeitenden von der Führungsebene bis zum Postboten etabliert hat.

Jan Richter

Jan Richter

Das Konzept von Postmail, Schweiz, durch mehr Wissen und Können einen Beitrag zu einer Team-Win-Win-Kultur zu leisten, setzt vorbildliche Maßstäbe ein. http://www.mediation-dach.com http://www.internationale-mediationstage.de
Die Teilnehmer erlebten spannende Tage gemeinsam mit Menschen, die sich für Mediation und Konfliktlösungen interessieren, mit Ausstellern und erfahrenen Mediationspraktikern unterschiedlichster Bereiche. Fachgruppensprecher, DACH, Kooperationspartner, Messestände und Projektleiter stellten Projekte, Aktivitäten und Messestände vor.

Preisverliehung. Mediationsball 2015.

Preisverliehung. Mediationsball 2015.

Die Teilnehmer erlebten ein vielfältiges und spannendes Programm. Dr. Gernot Barth und Dr. Stefan Kracht berichteten über den aktuellen Stand der Rechtsverordnung zur Ausbildung der zertifizierten Mediatoren und stellten Bemühungen der Mediationsverbände um eine gemeinsame Prüfstelle für zertifizierte Mediatoren vor.

Dr. Gernot Barth und Dr. Stefan Kracht (am Microfon) und Dr. Thomas Lapp.

Dr. Gernot Barth und Dr. Stefan Kracht (am Microfon) und Dr. Thomas Lapp.

Die Podiumsdiskussion unter Leitung von Dr. Reiner Ponschab widmete sich in einer fachkundigen Expertenrunde dem Thema „Grenzen der Mediation“, Ethik und Mediation, Professionalisierung und Mediation. Die Diskussion entwickelte sich in eine interessante Richtung um das Thema „Ästhetik und Mediation“.

Podiumdiskussion. Mediationstage 2015

Podiumdiskussion. Mediationstage 2015

Dr. Reiner Ponschab

Dr. Reiner Ponschab

Im Festvortrag „Systemische Konfliktgeschichten“ von Prof. Dr. Arist v. Schlippe ging es um die Deeskalation in Konfliktsituationen mit Humor und Tiefgang. Zu Beginn eines Mediationsauftrages steht der erste Anruf einer Konfliktpartei. Unter dem Titel „Bei Anruf Mediation“ geht es um die Frage, wie und wann aus einem solchen Anruf eine Mediation wird. Holger Saubert stellte in einem fiktiven Telefongespräch die typischen Fragen von Konfliktparteien, aber auch die Überlegungen und möglichen internen Konflikte des Mediators dar.

Recht hat die Aufgabe, in Konflikten Entscheidungen herbeizuführen. So bleibt es nicht aus, dass viele Konflikte auch aus rechtlicher Sicht betrachtet werden. Wie die Fähigkeit der nicht juristisch vorgebildeten Mediatoren im Umgang mit dem Recht ausgeprägt sein sollte und gestärkt werden kann, behandelte Dr. Martin Jung.
Komplexe Streitigkeiten sind ideal geeignet, in Mediationen bearbeitet zu werden. Ein Bereich, in dem von der Unternehmensnachfolge über Baustreitigkeiten bis zu Familienauseinandersetzungen Konflikte unterschiedlichster Art auftreten, ist die Landwirtschaft. Aus der Fülle der dort gemachten Erfahrungen mit Mediation berichtete Marcus Hehn.

Sehr interessant und lebendig war der Tanzkurs „Walzer“ für Mediationsballgäste mit TV-Star Isabel Edvardsson, mehrfache Gewinnerin Let‘s Dance und Europameisterin.

 TV-Star Isabel Edvardsson

TV-Star Isabel Edvardsson

Tanzkurs. Mediationsball 2015.

Tanzkurs. Mediationsball 2015.

Die Gäste erlebten einen unvergesslichen Mediationsball mit den vierfachen Weltmeistern: Zoglauer/Koperski, Balleröffnung Edvardsson, Moderation: Biedermann.

Mediationsball mit den vierfachen Weltmeistern: Zoglauer/Koperski

Mediationsball mit den vierfachen Weltmeistern: Zoglauer/Koperski

 

Mediationsball 2015.

Mediationsball 2015.

Der Abend bat: Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, die in der Mediationswelt engagiert sind, über Landes-, Verbands- und sonstige Grenzen hinweg, Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken, Vernetzungsmöglichkeiten finden für mehr Win-win-win in der Zukunft.

Die Ziele von Mediation DACH:
Mediation DACH fördert Mediation als Instrument der friedlichen und konstruktiven Konfliktlösung und damit innovative Win-Win-Lösungen auf zwei Arten.

Nach innen geschieht dies durch die internationale Vernetzung der Mitglieder. Nach außen wirkt Mediation DACH durch Öffentlichkeitsarbeit für die Mediationspraxis: Beim Mediationspraxistag tragen MediatorInnen aller Fachrichtungen lebendige Geschichten aus der Welt der Mediation vor. Zum Teil sind die Konfliktbeteiligten live dabei. Mediation DACH ehrt innovative Lösungserfinder einmal jährlich mit dem Winwin – Innovationspreis: WinWinno.

Mediation DACH fördert Mediation als Instrument der friedlichen und konstruktiven Konfliktlösung und damit innovative Win-Win-Lösungen auf zwei Arten. Nach innen geschieht dies durch die internationale Vernetzung der Mitglieder.

Mediation ist Vermittlung im Konflikt.

Das Ziel ist immer eine innovative Win-Win Lösung.

Eine ausführliche Definition findet sich im Gesetz. Als erster der drei DACH-Staaten, hat Österreich eine umfassende gesetzliche Grundlage zur Mediation geschaffen:

Österreich:

Mediation ist in Österreich definiert als: „eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutrale/r Vermittler/in (Mediatorin oder Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen“. § 1 Abs. 1 des österreichischen Bundesgesetzes über Mediation in Zivilrechtssachen (Zivilrechts-Mediations-Gesetz – ZivMediatG)

Deutschland:

Mediation ist definiert als: „ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ Art. 1 § 1 Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung (MediationsG).

Schweiz:

In der Schweiz ist die Mediation in Art. 213 – 218 der schweizerischen ZPO seit 1.1.2011 erstmalig einheitlich geregelt. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es 26 kantonal verschiedene Zivilprozessordnungen in der Schweiz, die sich historisch individuell entwickelt hatten.

Das DFfM ist eine Organisation für Mediation in Deutschland, in der zwölf Mitgliedsverbände mit insgesamt mehr als 2.200 Mitgliedern organisiert sind (Berufsverband Deutscher Diplom-Pädagogen/-innen BDDP, Deutsche Gesellschaft für Mediation in der Wirtschaft DGMW, EUCON Europäisches Institut für Conflict Management, Contarini-Institut für Mediation an der FernUniversität in Hagen, Mediation DACH, Deutschland, Austria, Schweiz, Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich FMÖB, Hochschule Harz, Integrierte Mediation IM, Steinbeis-Hochschule-Berlin, Akademie für Soziales und Recht, Steinbeis Mediationsforum e.V., Verband der Baumediatoren, Verein Deutscher Patentanwälte zur Förderung der Mediation).

Die Teilnehmer haben die 14. Internationalen Mediationstage, DACH, in sehr guter Atmosphäre erfolgreich erlebt.

Prof. Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philisophy, of European Science NCLC Institute USA.

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