8.Jahrestagung DGINA 2013.


8.Jahrestagung DGINA 2013.

8.Jahrestagung DGINA 2013.

Vom 7. bis 9. November 2013 fand 8. Jahrestagung Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) im Congress Center in Hamburg, unter dem Motto „Notfallmedizin in Bewegung“ statt. Mindestens 21 Millionen Patienten werden jährlich in deutschen Notaufnahmen behandelt.

Jährlich suchen ein Viertel aller Deutschen Hilfe in den Notaufnahmen. Bringt jeder auch nur einen Angehörigen mit, bedeutet dies, dass die Hälfte der deutschen Bevölkerung jährlich Kontakt mit einer ZNA hat. Die DGINA ist eine medizinische Fachgesellschaft, die sich insbesondere für die Weiterentwicklung der Notfallmedizin und -pflege einsetzt. Sie sieht die Notfallmedizin als eine klinische Disziplin, die hauptsächlich in den Notaufnahmen betrieben wird, aber auch die präklinische Notfall-, die Katastrophen- und die Akutmedizin umfasst.

Vereinsziele sind vor allem die Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung für Patienten und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der in der Notfallmedizin Tätigen. Zudem verfolgt die DGINA die Umsetzung des europäischen Ausbildungscurriculums für Notfallmedizin und strebt die Gebietsbezeichnung „Notfallmedizin“ auch in Deutschland an. In der Entwicklung der Professionalisierung der Notfallmedizin ist Deutschland ganz hinten. Um mehr Leben zu retten, braucht Deutschland eine deutliche Kursänderung.

Die European Society of Emergency Medicine (EuSEM) steht für die höchste Qualität in der Notfallversorgung für alle Notfallpatienten. Um das zu erreichen hält es die EuSEM für erforderlich, Ärzte mit Facharztausbildung in Notfallmedizin vorzuhalten, um immer eine hochqualifizierte Notfallmedizin sicherzustellen. Dieses ist sowohl medizinisch als auch ökonomisch der effektivste Weg, eine hochwertige Versorgung in den ersten kritischen Stadien eines Notfallgeschehens zu garantieren.

Andere Länder haben dieses Problem bereits anerkannt und gehandelt. Seit 1985 ist die Zahl der Länder, die diese Spezialisierung in der Notfallmedizin als eigenständiges Fachgebiet anerkannt haben, massiv gestiegen. Notfallmedizin wird derzeit als unabhängiges Fachgebiet in 16 Mitgliedstaaten der Europäischen Union anerkannt. Weitere Länder folgen im Jahr 2014. Deutschland muss diesen Weg auch gehen. Die Rolle der Notfallmedizin nimmt auch in Deutschland dramatisch zu. Im Jahr 2010 haben 21 Millionen Patienten eine Notaufnahme aufgesucht.

Kassenärztliche Notdienste, ein flächendeckendes, präklinisches Rettungssystem mit Notärzten und die Notaufnahmen der Krankenhäuser: Deutschland bietet hervorragende Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte und exzellente Notfallmedizin sowohl innerhalb als auch außerhalb des Krankenhauses. Besonders im ländlichen Raum steht jedes Glied dieser Rettungskette allerdings unter bedrohlicher Spannung. Hier suchen immer mehr Patienten direkt die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.

Denn der soziodemografische Wandelt führt dazu, dass die Zahl älterer Patienten zunimmt, während die Zahl niedergelassener Ärzte gleichzeitig abnimmt. Notwendiger Nachwuchs fehlt. Ein Grund dafür ist der kassenärztliche Notdienst, der die Arbeit für junge, niederlassungswillige Ärzte auf dem Land unattraktiv macht. Wenn die ökonomischen Steuerungseffekte des DRG-Systems dazu führen, nichtwirtschaftliche Krankenhäuser im ländlichen Bereich zu schließen, kann sich die Situation sogar noch verschärfen.

Und da für das Notarztwesen oft nicht genügend Ärzte zur Verfügung stehen, ist auf dem Land nicht selten auch der Transport zu einem größeren Krankenhaus in der Region durch den Notarzt gefährdet. Prof. Dr. Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), forderte deshalb bei der 8. Jahrestagung, „Die Notfallversorgung muss in den ländlichen Bereichen neu organisiert werden. Es reicht nicht, die Versorgungsbezirke für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst zu vergrößern und Ärzte mit einzubeziehen, die keinerlei notfallmedizinische Erfahrungen haben, wie von einigen kassenärztlichen Vereinigungen kürzlich vorgeschlagen.

In der Notfallmedizin muss fachübergreifend und sektorenübergreifend gedacht werden.“ Wichtig sei seiner Meinung nach eine Entlastung der im Notdienst Arbeitenden von unnötigen Einsätzen. Dies könne unter anderem über eine zentrale Leitstelle, die professionell disponiert, und eine enge Verzahnung der einzelnen Glieder der Rettungskette erreicht werden.
Prof. h.c. Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute USA.

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