Ballett Romeo und Julia.


Ballett Romeo und Julia in Hamburg.

Ballett Romeo und Julia in Hamburg.

Neumeiers Ballett „Romeo und Julia“ – nach William Shakespeare in Hamburg ist das längste und bekannteste Ballett von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. Liebe, Freundschaft, Streit, Nachbarschaft, Tod und die Versöhnung, alles ist in der Tanzbewegung gezeigt.

„Romeo und Julia“ – die Geschichte einer Liebe auf immer und ewig, einer Liebe, die nicht sein darf und tragisch endet. Durch Shakespeares Klassiker wurden die Liebenden von Verona unsterblich. Bis in unsere Tage wird die Legende immer wieder nacherzählt, vertont und auf die Bühne gebracht. Sergej Prokofjew erschloss Shakespeares Drama endlich auch dem Tanz. Die zeitlose Geschichte einer großen Liebe, die vergeblich gegen den alten Hass der verfeindeten Familien Montague und Capulet kämpft, inspirierte zu einem fesselnden Werk mit großen Emotionen und dramatischer Wucht.

Aus brillanten Solonummern und pulsierenden Ensembleszenen entwickelt John Neumeier ein Kaleidoskop von heiteren und tragischen Bildern, die das Wesen der Shakespearschen Tragödie eindrucksvoll wiedergeben. Das interessante an der Gattung Ballett ist, dass man eigentlich nur in Gegenwart sprechen kann. Gestern ist fort gegangen und kommt nie wider zurück und bleibt nur als Erinnerung in unserem Kopf und Herz, „ ich habe gestern dies und das getan“. Morgen ist noch nicht da, man träumt und plant was man morgen tun würde, „ ich würde morgen dies und jenes tun“ und kann man nicht wissen würde man morgen noch am Leben sein. Das Leben gibt es nur heute und jetzt.

„ „Romeo und Julia“ war mein erstes abendfüllendes Handlungsballett in Hamburg. Doch schon in der Zeit, als ich in der Compagnie von John Cranko Tänzer war, hatte ich mir Gedanken über den Stoff gemacht. Ich wollte meine Inspiration nicht aus den bekannten Choreografien der „Romeo und Julia“-Ballette beziehen, sondern direkt bei Shakespeare und den Quellen, aus denen er den Stoff entwickelte. Ich suchte ein quasi realistisches Motivationsschema: Wie die Figuren sein könnten, wie sie in einem bestimmten Moment sein müssten, warum und wieso sie so reagierten.

Klarzumachen war dies durch sichtbare Situationen – ohne Worte. Ursprünglich waren für mich die Gegensätze von Aktivität und Passivität und von Unschuld und Erfahrung wichtig. Julia ist am Anfang naiv, unschuldig, Romeo dagegen erfahren. Als Liebende tauschen sie sich aus, und jeder von ihnen wird gleichsam der andere: Romeo wird „entwaffnet“ durch die Liebe, Julia findet zur Aktivität aus sich heraus. Dies war mit den Mitteln des Tanzes zu erzählen.

Am Anfang scheint es, als könne Julia nicht tanzen. Romeo beweist sich dagegen in seinem ersten Auftritt schon als gewandter Tänzer. Am Grabe Julias aber kann er nicht mehr tanzen, und am Ende, wenn Romeo nicht mehr lebt, tanzt auch Julia nicht mehr. So habe ich versucht, mich nicht durch Ballettklischees einengen zu lassen, sondern den reichen menschlichen Inhalt von Shakespeares Stück in Bewegung umzusetzen. „- so John Neumeier.

Ort und Zeit: Verona, 15. Jahrhundert. Zwischen den Familien Montague und Capulet herrschen unüberbrückbarer Hass und unversöhnliche Feindschaft. Romeo, Sohn des Grafen Montague, und Julia, Tochter des Grafen Capulet, begegnen sich zum ersten Mal auf einem Fest der Capulets, das Romeo maskiert besucht, und werden von der Liebe wie von einem Blitz getroffen. Sie lassen sich heimlich vom Franziskanerpater Lorenzo trauen, der sich von dieser Hochzeit die Versöhnung der Familien verspricht.

Tybalt, ein Capulet, beleidigt auf dem Marktplatz Romeo, um einen Kampf zu provozieren. Statt Romeo, der Frieden mit den Capulets will, kämpft sein Freund Mercutio. Als Romeo zwischen die Kämpfenden tritt, wird Mercutio von Tybalt tödlich verwundet. Romeo, der daraufhin den Capulet ersticht, wird vom Herzog von Verona aus der Stadt verbannt. Bevor er nach Mantua flieht, verbringt er heimlich seine Hochzeitsnacht bei Julia. Als Julia von ihrem Vater zur Heirat mit dem Grafen Paris gezwungen werden soll, bittet sie Pater Lorenzo um Hilfe. Dieser gibt ihr einen Trunk, der sie in einen todesähnlichen Schlaf versetzt.

Pater Lorenzos Bote, der Romeo über die Ereignisse unterrichten soll, wird aufgehalten. So erreicht die Nachricht vom vermeintlichen Tode Julias den ahnungslosen Romeo. Verzweifelt kehrt er nach Verona zurück, wo ihm in der Familiengruft der dort einsam trauernde Graf Paris entgegentritt. Im Kampf tötet Romeo den Grafen und bringt sich dann am Sarkophag der tot geglaubten Julia selbst um. Pater Lorenzo, inzwischen darüber unterrichtet, dass sein Bote Romeo nicht erreicht hat, kommt zu spät: Die erwachende Julia küsst Romeo und tötet sich mit seinem Dolch. Die Capulets und Montagues betrauern ihre Kinder und beenden den Familienstreit.

Großartige junge Tänzer und Tänzerin erobern die Bühne, Sie können einfach alles und auch den Zuschauern das Gefühl zu geben, in einem der großen Balletttheater zu sein. Die Truppe begeistert das Publikum. Das Ballett zeigte eine Vorstellung der Spitzenklasse. Erfrischend modern, hochkarätig, brillant und atemberaubend – so präsentiert sich das Neumeiers Ballett „Romeo und Julia“ in Hamburg. Prof. h.c. Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute USA.

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