Medica Preview 2013 in Hamburg.


Indivumed-Chef Hartmut Juhl

Indivumed-Chef Hartmut Juhl


Am 01.10.2013 fand in Hamburg, im Dorint Hotel am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die MEDICA PREVIEW statt. Unternehmen wie Philips, Deutsche Telekom, Dräger oder Samsung gaben hier vorab in einem exklusiven Rahmen Einblicke mit welchen Neuheiten sie vom 20. bis 22. November zur weltgrößten Medizinmesse nach Düsseldorf kommen werden.

Die mit gut 4.500 Ausstellern aus über 60 Nationen weltgrößte Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf wird vom 20. – 23. November auch in diesem Jahr neben den zahlreichen Präsentationen von Produktneuheiten der Medizintechnik-Industrie wieder ein vielfältiges Konferenzprogramm bieten. Dazu zählt neben dem Deutschen Krankenhaustag und der alle zwei Jahre stattfindenden EUROPEAN HOSPITAL CONFERENCE als Kernelement auch die MEDICA EDUCATION
CONFERENCE. Sie richtet sich mit ihrem vielfältigen Angebot zertifizierter Fortbildung primär an Ärzte.

Wie auf der PREVIEW anlässlich der MEDICA 2013 in Hamburg bekannt gegeben wurde, wird die inhaltliche Durchführung der MEDICA EDUCATION CONFERENCE – Kongress der weltweit führenden medizinischen Markt- und Informationsplattform MEDICA in Düsseldorf – die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM/ Wiesbaden) von 2014 – 2016 als Partner begleiten. Eine der größten medizinischen Fachgesellschaften in Europa wird dann das wissenschaftliche Programm der Konferenz ausrichten, die alljährlich während der MEDICA stattfindet.

Das gaben Horst Giesen, Director MEDICA/ Messe Düsseldorf und Prof. Dr. Hendrik Lehnert, DGIM-Verantwortlicher und Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (Lübeck), im Rahmen der Presseveranstaltung MEDICA PREVIEW in Hamburg bekannt. Die DGIM wird nicht nur Vortragsthemen und Referenten auswählen, sondern für einen hohen Qualitätsstandard sowie eine enge Verknüpfung zwischen Messe und Konferenz sorgen.

Auf der Medica Preview in Hamburg wurden sehr interessante Themen vorgestellt: so wie „ künstlichen Herzmuskel aus Stammzellen „ UKE-Wissenschaftler wollen künstlichen Herzmuskel aus Stammzellen züchten. Herzerkrankungen sind in der westlichen Welt nach wie vor Todesursache Nummer eins. Ein internationales Forschungsprojekt der britischen Herzstiftung (British Heart Foundation, BHF) sucht nach neuen Therapien für schwer erkrankte Patienten mit einer vererbten Herzschwäche. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind maßgeblich an einem der drei mit insgesamt 7,5 Millionen Euro geförderten Projekte beteiligt.

„In dem Forschungsprojekt wollen wir aus Stammzellen von Patienten mit einer vererbbaren Herzerkrankung, der dilatativen Kardiomyopathie, künstliche Herzmuskelzellen herstellen und deren Funktion untersuchen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie, der das Teilprojekt zusammen mit Prof. Sian Harding, Imperial College London, leitet. 300.000 Euro Forschungsgelder der BHF fließen auf diese Weise ans UKE.

Zur Gewinnung der Herzmuskelzellen wollen die Forscher sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) verwenden: iPS-Zellen können sich, ähnlich wie embryonale Stammzellen, zu jedem Zelltyp entwickeln und sind noch auf keinen Gewebetyp festgelegt. Um iPS-Zellen zu gewinnen, ist lediglich eine kleine Hautprobe erforderlich. „Daraus werden Zellen isoliert, die dann zu Stammzellen umprogrammiert werden können – aus denen sich Herzmuskelzellen und schließlich dreidimensionale künstliche Herzmuskeln entwickeln sollen“, erläutert Prof. Eschenhagen den Mechanismus.

Jährlich erkranken weltweit rund 10,9 Millionen Menschen an Krebs, in Deutschland sind es zwischen 330 000 und 380 000. In der Todesursachen-Statistik stehen Krebserkrankungen heute an zweiter Stelle – hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern Lungenkrebs die häufigste Todesursache, gefolgt bei beiden Geschlechtern vom Darmkrebs.

Indivumed-Chef Hartmut Juhl erläuterte ein anderes wichtiges Thema:„ Krebs und Krebstherapie“.
„Krebs hat viele Gesichter, kein Tumor lässt sich mit einem anderen vergleichen. Doch die Kosten sind hoch.“ – sagte Hartmut Juhl Geschäftsführer und Gründer der Hamburger Firma Indivumed. Heute geht man davon aus, dass durch den Krebs mehr als hundert unterschiedliche DNA-Schädigungen, von denen bisher nur einige bekannt sind, eine komplexe Störung des Zellstoffwechsels verursachen. Juhl und seine knapp 100 Mitarbeiter haben deshalb ein Verfahren entwickelt, bei dem für jeden Krebspatienten ein nur für ihn am ehesten wirksames Medikament gefunden werden kann.

„Krebs hat viele Gesichter, kein Tumor lässt sich mit einem anderen vergleichen“, sagt Juhl. Auch deshalb wirken hocheffektive Krebsmedikamente bei einigen Patienten gar nicht. Heute sind bereits rund 40 Krebsmedikamente auf dem Markt, die helfen, Erkrankungen gezielt anzugreifen. Aber noch mehr wären notwendig. „Derzeit sind weltweit mehr als vierhundert Krebsmedikamente im Test. Einige davon werden es bis zur Zulassung schaffen und damit werden die Behandlungsmöglichkeiten immer besser werden“, so Juhl.

Indivumed ist nach Juhls Angaben mit seiner Diagnostik und der engen Zusammenarbeit mit den Onkologen bundesweit führend beim Thema personalisierte Medizin. Dennoch rechnet er erst in fünf bis sechs Jahren mit einem Durchbruch in diesem Bereich. Die bisherige medizinische Versorgung müsste neu aufgestellt werden, damit nicht jeder personalisierte Medizincocktail erst von den Behörden zugelassen werden muss. Zudem müssten auch Krebspatienten, die zwar einen Tumor, aber zum Operationszeitpunkt keine Metastasen haben, früh untersucht und zusätzlich gezielt behandelt werden.

Eine verbesserte Krebsdiagnose und die Entwicklung zielgerichteter Behandlungsmöglichkeiten spielen somit eine zentrale Rolle bei der Reduzierung der Krebssterblichkeit. Die Entdeckung der molekularen Grundlagen von Krebs durch Bert Vogelstein hat dazu geführt, dass heute neue diagnostische Strategien entwickelt werden, die ermöglichen, durch eine deutliche Reduzierung der Nachweisgrenze Tumorzellen im Körper möglichst früh zu erkennen. Eines der leistungsstärksten Verfahren ist der Nachweis von Veränderungen in der DNA-Sequenz, sogenannter Mutationen, die für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind. Die Besonderheit der Methode ist es, diese Mutationen im Blut nachweisen zu können.

News und Trends wurden in lockerer Atmosphäre dargeboten. Hochkarätige Firmenlenker und Referenten standen für Interviews und individuelle Gespräche bereit und gaben Überblick über
Branche, Produkte, Trends und Strategien. In Form von Keynotes aufbereitete Trend-Themen boten hintergründige Informationen aus erster Hand. Themen, die auch über die MEDICA hinaus relevant werden. Prof. h.c Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy of European Science NCLC Institute USA.

Prof. Dr. h.c. Natalia Eitelbach NCLC Institute USA

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