62. NOUV-Jahrestagung 2013 in Hamburg.


62. NOUV-Jahrestagung 2013 im CCH in Hamburg.

62. NOUV-Jahrestagung 2013 im CCH in Hamburg.


NOUV-Kongress:Norddeutsche Unfallchirurgen und Orthopäden in Hamburg. Unter dem Motto „Aktuelle Behandlungskonzepte und Standards in Orthopädie und Unfallchirurgie“ fand die 62.Jahrestagung der Norddeutschen Orthopäden- und Unfallchirurgenvereinigung vom 13.bis 15.Juni 2013 in Hamburg statt.

Experten aus den Bereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch zu aktuellen Erkenntnissen und technischen Innovationen in allen Bereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie. In 30 Symposien, 16 Workshops und 2 Seminaren wurden neue und innovative Techniken sowie auch Altbewährtes praxisnah vorgestellt und im praktischen Training nähergebracht. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, den Nachwuchs noch stärker in den Fokus zu rücken“ so die Tagungspräsidenten Prof. Dr. Thomas Gehrke und Prof. Dr. Christian Jürgens, „Neben speziellen Nachwuchsworkshops wurde zudem ein ganztägig stattfindender Junior Campus angeboten.“

Im Rahmen der Jahrestagung wurde auch wieder der Albert-Hoffa-Preis verliehen. Drei Tage beschäftigten sich die Fachärzte und angehenden Ärzte mit breitgefächerten Themenfeldern der Orthopädie und Unfallchirurgie. Unter Schwerpunktthemen wurden die Behandlung Querschnittgelähmter „im Spannungsfeld zwischen Ethik und Monetik“, Behandlungskonzepte Schwerstverletzter im Rahmen der WHO Decade of Action for Road Safety sowie Behandlungskonzepte und Innovationen bei komplexen Wirbelsäulenverletzungen und Beckenverletzungen vorgestellt.

Weitere Schwerpunkte lagen im Bereich der Biomechanik (Knorpel/Knochen), der Evidenz-basierten Unfallchirurgie und der Endoprothetik (Hüfte, Knie, Infektionen). Körperfremde Ersatzteile bekommen in Zeiten zunehmender Lebenserwartung eine immer größere Bedeutung. Neue Ergebnisse der klinischen Forschung zum Thema Endoprothetik wurden vorgestellt und aktuelle Entwicklungen diskutiert wie etwa die Zertifizierung von Endoprothesenzentren.

Gerade bei endoprothetischen Eingriffen, die in den letzten Jahren immer häufiger durchgeführt werden, sind nicht nur die bestmögliche Operationstechnik und Erfahrung der Mediziner gefragt, sondern auch die kritische Einschätzung, inwiefern ein solcher Eingriff notwendig ist. Zudem wurden die Bereiche der Kinderorthopädie, Physiotherapie und Osteopathie, Rheumaorthopädie und Sportorthopädie auf der Jahrestagung der Norddeutschen Orthopäden- und Unfallchirurgenvereinigung in verschiedenen Sitzungen diskutiert.

Die Forschung über die medizinische Erstversorgung von Querschnittgelähmten sowie die operative Akut- und Komplikationsbehandlung haben ein hohes Niveau erreicht – die Grundlage für bessere Effizienz und Funktionalität. Vielfältige wissenschaftliche Erkenntnisse sowie neue Technologien stehen auf dem Prüfstand, inwieweit sich dadurch neue Perspektiven für die Patienten ergeben.

So wird der Wunschtraum, bei Querschnittlähmung wieder auf die Beine zu kommen, durch aktuelle Studien untersucht. “Eine Querschnittlähmung ist bis heute nicht heilbar”, so PD Dr. Roland Thietje, Chefarzt des Querschnittgelähmten-Zentrums am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg: “Der Schaden des Rückenmarkes heilt unter Defektbildung aus und hinterlässt bleibende Ausfälle in Form von Lähmungen und Sensibilitätsstörungen an Rumpf und Extremitäten, aber auch in Form von Funktionsstörungen von Verdauungstakt und ableitenden Harnwegen.”

Da Höhe und Ausmaß der Schädigung am Rückenmark sowohl für die verbleibenden Funktionen als auch für die erreichbaren Ziele von Bedeutung sind, wird als grundsätzliches Ziel das Erreichen maximaler Selbständigkeit und größtmöglicher Unabhängigkeit von fremder Hilfe angesehen. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld zwischen dem, was prinzipiell möglich ist, und dem, was die Gesellschaft bereit ist zu tun.

Aus diesem Spannungsfeld zwischen Ethik und Monetik werden Empfehlungen entwickelt, um die Spannungen im Sinne der Betroffenen zu reduzieren. In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 1.500 Menschen eine Querschnittlähmung. Es sind vor allem junge Männer, bei denen das Rückenmark durch einen Sport- oder Verkehrsunfall verletzt wurde. Zunehmend sind aber auch ältere Patienten betroffen, bei denen die Querschnittlähmung meistens eine Folge von Erkrankungen ist. Prof. h.c. Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute (USA).

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