PERSONAL Nord 2013.

PERSONAL Nord 2013.

PERSONAL Nord 2013.

Am 14 und 15 Mai 2013 fand die Personal Nord 2013 im CCH in Hamburg statt. 3.787 Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter von Personalabteilungen kamen zur dritten Ausgabe der Messe ins CCH Hamburg, um sich bei 259 Ausstellern über aktuelle Produkte und Dienstleistungen zu informieren.

Neben Methoden zur Weiterbildung von Fach- und Führungskräften gehörten Employer Branding und Betriebliches Gesundheitsmanagement zu den Top-Themen. „Der erneute Besucherzuwachs um rund 6 Prozent hat uns bestätigt, dass wir mit der Ausrichtung der Messe auf dem richtigen Weg sind“, so Projektleiterin Nadine Jäger. Insbesondere den Bereich Weiterbildung hat der Veranstalter durch eine zweite Aktionsfläche Training gestärkt: Auf diesen Arealen haben Trainer und Coachs die Möglichkeit, Trend-Themen aus ihrem Programm zu präsentieren.

„Der Weiterbildungsmarkt ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und hat sich professionalisiert“, konstatierte Alexander Petsch, Gesellschafter und Beirat des Veranstalters spring Messe Management, in der Eröffnungspressekonferenz. Der Geschäftsführer des HRM Research Institutes betonte, dass Unternehmen laut einer Umfrage seines Instituts stärker in Weiterbildung investieren. Treiber seien dabei vor allem der Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung.

„In den vergangenen 10 bis 15 Jahren war der Weiterbildungsbereich mit starken Schwankungen innerhalb der Konjunkturzyklen das volatilste Feld auf dem HR-Markt.“ Doch das habe sich geändert. In den nächsten Jahren könnten laut Petsch die Konjunkturzyklen zwar wieder viel spitzer ausfallen, aber im Bereich Weiterbildung sei dennoch mit einem stabilen Markt zu rechnen. „Viele Bewerber fragen heute in Bewerbungsgesprächen noch vor dem Gehalt nach Weiterbildungsmaßnahmen in einem Unternehmen“, erklärte Petsch.

Aufgrund der aktuellen Medienkritik an der Führungsqualität in der deutschen Wirtschaft steht die Führungskräfteentwicklung in Unternehmen besonders auf dem Prüfstand. „Wir haben festgestellt, dass das Bildungssystem – und zwar nicht nur in Deutschland – Führung, Selbstreflexion und Wertediskussion sehr wenig diskutiert“, sagte Helge Kochskämper, Vice Präsident der tesa SE in der Pressekonferenz.

Vor allem die jüngere Generation der Führungskräfte bringt offensichtlich neuen Schwung in die Führungskräfteentwicklung: „Wir haben im Oktober die neuen Graduierten begrüßt, die aus internationalen Hochschulen zu uns kommen“, berichtete Olaf Drewicke, International HR Manager R&D der Reemtsma Cirgarettenfabriken und der Imperial Tobacco Group, als weiterer Teilnehmer der Pressekonferenz.

Beim Thema Führungskräfteentwicklung legt das Tabakunternehmen Wert auf Diversity. „Ich vertrete einen Bereich, in dem wir gute Ingenieure, Entwicklungsingenieure, Chemiker, Biologen und Pharmakologen suchen“, so Drewicke. „Mit unseren Programmen berücksichtigen wir auch die Ansprüche der verschiedenen Generationen“, ergänzte Drewicke. „Bei uns im Hause gibt es kein Training nur für Junge oder die vermeintlich Alten“, erklärte Helge Kochskämper von tesa.

„Auch das Thema Kommunikation vermitteln wir generationsübergreifend.“ Die Herausforderung für den Trainer bestehe darin, sich auf die einzelnen Lernprozesse einzulassen und auch im Classroom-Training für sozialen Austausch und eine Vielfalt in der Mediennutzung beiden verschiedenen Generationen zu sorgen. „Das Zusammenspiel verschiedener Medien und Didaktik-Konzepte bereinigt den Markt“, prognostizierte Alexander Petsch. „Die Trainer-Kompetenz ist beim Thema Technik an vielen Ecken nicht gegeben.“

In der Praxis der Führungskräfteentwicklung stößt E-Learning allerdings an seine Grenzen – vor allem, wenn es „von der Stange“ kommt. „Jede Führungskraft muss die Möglichkeit haben, Dinge in die eigene Kultur zu übertragen. Da besteht Diskussionsbedarf, den wir über Webinare nur bedingt bedienen könnten“, so Helge Kochskämper. Deshalb habe der Einsatz von Coaching enorm zugenommen. Wenn möglich, setze tesa auf passende Medien, aber der persönliche Austausch sei und bleibe essenziell wichtig.

Neben der Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern stehen Rekrutierungsthemen aktuell ganz oben auf der Agenda vieler Personalverantwortlicher – zum Beispiel in der Online-Branche: „Unternehmen, die Mitarbeiter für Online-Marketing suchen, haben jetzt schon Probleme, die andere Branchen noch bekommen werden“, meinte der Journalist Raoul Fischer, der eine Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräftemangel moderierte.

„Der Nachwuchs ist inzwischen da, aber Top-Manager mit digitaler Kompetenz sind rar“, präzisierte Harald R. Fortmann, Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) und Director Executive Search der Dwight Cribb Personalberatung. Die meisten Absolventen seien auf Arbeitgeber wie Google fixiert, gefolgt von Microsoft und Yahoo. „Auch die Industrie kämpft jetzt um diese Talente“, so Fortmann.

„Wir müssen dort sein, wo die Zielgruppe aus Fachinteresse ist, etwa auf Webdeveloper-Konferenzen“, forderte Stefanie Hirte, Bereichsleiterin Personalentwicklung und Personalmarketing bei Otto. „Unsere Kollegen mischen sich unter die Zielgruppe, auch im Netz.“ Besonders erfolgreich sei Otto mit seinen „Speerspitzenkampagnen“: Einen Monat lang bespielt das Unternehmen vor allem eine Zielgruppe mit aktiven Posts auf Facebook, Xing, Google+ oder Twitter. „Wir arbeiten daran, dass sich Kandidaten mobil bewerben können – etwa über ihr Xing-Profil.“

HHLA Container Terminals GmbH Geschäftsführer Thomas Lütje berichtete als Keynote-Speaker, wie sich die Hafenarbeit in den vergangenen Jahren gewandelt hat. „Die Schiffe sind heute dick, fest und langsam, um Sprit zu sparen. Sie laufen mit immer weniger Besatzung“, so Lütje. „Manchmal kommen nicht mal mehr drei Mann zusammen, um Skat zu spielen.“ Eine Art „Geisterterminal“ staple Container allein durch die passende Technik. „Der Container-Hafen Altenwerder liege damit weltweit ganz weit vorne.

Deutlich verstärkt präsentierte sich der Ausstellungsbereich zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) auf der Messe. Neben ganzheitlichen Beratungsleistungen für die Umsetzung von BGM zeigten die Aussteller auch einzelne Instrumente zur Gesunderhaltung und Prävention. „Die meisten Menschen wissen, was man tun könnte, aber nicht wie“, betonte Jens Möller vom Helios Prevention Center.

Die Schwierigkeit bestehe oft darin, Bewegungsübungen in den Arbeitsalltag zu integrieren. „Viele wollen ihre Gewohnheiten ändern, nehmen sich aber zu viel vor.“ Wenn es gelinge, sich täglich kurze Zeit zu bewegen, koste das keine Anstrengung. „Kleine Schritte sind große Schritte“, so Möller. Dr. Maren Kentgeus von mei:do at work plädierte dafür, neuste Erkenntnisse aus der Hirnforschung auf Gesundheitstrainings zu übertragen. Aktuelle Untersuchungen belegten, dass vor allem die Kombination von Körper- und Gehirntraining die größten Effekte für mehr psychische Widerstandskraft und körperliche Fitness bewirke – gemäß der Formel „1+1=3“. Ihr Unternehmen hat das sogenannte Sensoboard entwickelt.

Wer auf dieser instabilen Plattform den Gleichgewichtssinn trainiere und gleichzeitig etwa ein Spiel auf einem Tablet bediene, sei besser für Stress am Arbeitsplatz gerüstet. Die nächste Messe Personal Sud 2014 findet am 20. und 21. Mai 2014 in der Hallen 5 und 7 der Messe Stuttgart statt. Prof. h.c. Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy of European Science NCLC Institute (USA).

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