Der Kongress für Nephrologie 2012.

Der Kongress für Nephrologie 2012. CCH Hamburg.

Vom 06. bis 09. Oktober 2012 findet “ Kongress für Nephrologie 2012 “ in CCH Hamburg satt. Insgesamt 2000 Nierenfachärzte sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Hamburg zusammengekommen.

Am Samstagnachmittag wurde die vierte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Hamburg feierlich eröffnet. Bei der festlichen Eröffnung begrüßten die Tagungspräsidenten, Prof. Dr. Rolf A.K. Stahl (UKE Hamburg) und PD Dr. Karl Wagner (Asklepios Klinik Hamburg) die Gäste in der Hansestadt. Nach einem Grußwort des DGfN-Präsidenten, Prof. Brunkhorst, folgte ein inspirierender Festvortrag von Hamburgs Oberbaudirektor, Prof. J. Walter, zum Thema „Neue Herausforderungen für die Metropolen – Konzepte und Projekte der Freien und Hansestadt Hamburg“. Anschließend wurden die wichtigsten Wissenschaftspreise der DGfN vergeben:

Prof. Dr. Dr. Walter Hörl (Wien) wurde mit der Franz-Volhard-Medaille für sein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk in der Nephrologie ausgezeichnet. Der Franz-Volhard-Preis, der besondere Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen auszeichnet, wurde an Prof. Dr. Wolfgang Kühn (Freiburg) und Prof. Dr. Michael Zeisberg (Göttingen) verliehen.

Wie Prof. Stahl in seiner Begrüßungsrede hervorhob, stellt die Förderung des nephrologischen Nachwuchses einen wichtigen Themenschwerpunkt der Jahrestagung dar – es ist der erste Nephrologiekongress mit einem eigenen Programmstrang für junge Mediziner. Bei der Eröffnung war bereits eine Podiumsdiskussion zum Thema „Berufsbild Nephrologie – Karrierechancen in der Zukunft“ unter der Leitung von Prof. Sigrid Harendza (UKE Hamburg).

Am Nachmittag fand zudem das an den Kongress assoziierte Patientenseminar der Nieren Selbsthilfe Hamburg e.V., des Bundesverbandes für Organtransplantierte e.V. und des Vereins Lebertransplantierte in Deutschland e.V. zum Thema Organspende statt. Mehr als 200 interessierte Dialysepatienten, Nierentransplantierte , aber auch Nierenkranke, die noch keine Nierenersatztherapie (Dialyse/Transplantation) benötigen, nahmen teil und informierten sich über die Transplantation, die medikamentöse Therapie nach einem solchen Eingriff und Möglichkeiten der Rehabilitation. Betroffene und Ärzte kamen zu Wort, u.a. auch Prof. Dr. Jochen Hoyer, ehemaliger Leiter des Lübecker Transplantationszentrums, der vor 15 Jahren selbst eine Niere gespendet hatte. Tagungspräsident Prof. Wagner hob in seinem Schlusswort die Wichtigkeit der umfassenden Patienteninformation hervor: „Nur der informierte Patient kann sich aktiv in Therapieentscheidungen einbringen und selbstbestimmt handeln“.

Nach Angaben von Dr. Wagner warten in Deutschland immer mehr Menschen auf eine Spenderniere. Habe die durchschnittliche Wartezeit vor zehn Jahren noch etwa drei Jahre betragen, müssten Patienten aktuell mehr als fünf Jahre auf eine Operation warten. Und dies, obwohl es genügend Organspendepotenzial gebe, so Wagner.  „Organspende ist eine Vertrauenssache – und Vertrauen gewinnt man über die persönliche Ebene“, sagte Wagner. Die Zahl derjenigen Menschen, die nach dem Tod Organe gespendet haben, sei im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent gegenüber 2010 gesunken, so der Leiter der Abteilung für Nephrologie an der Asklepios Klinik in Hamburg-Barmbek unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Wagner befürchtet, dass die jüngsten Organspende-Skandale in München und Regensburg negative Auswirkungen auf die Spendebereitschaft haben, „weil es die Menschen verunsichert.“ Im Jahr 2010 wurden seinen Angaben zufolge 2272 Nieren nach einer postmortalen Spende transplantiert. Die mutmaßlich manipulierten Transplantationen in Göttingen, Regensburg und jetzt München treiben offenbar auch die Nephrologen um. Auf ihrer Jahrestagung in Hamburg forderte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Aufklärung bis ins „kleinste Detail“, was die mutmaßlich manipulierten Transplantationen betrifft. „Wir müssen die Fehler im System eradizieren“, sagte Co-Tagungspräsident Privatdozent Karl Wagner. Der Nephrologe von der Asklepios Klinik Barmbek meinte damit das „menschliche Versagen“ der Ärzte, die unter Verdacht stehen, mittels erfundener Laborwerte und Dialysen die Wartelisten manipuliert zu haben. “ Die Aufklärung über komplizierte medizinische Zusammenhänge, die das weitere Leben von Patienten entscheidend beeinflussen können, stellt eine enorme Herausforderung für Ärzte und ihre Patienten dar. Die Gespräche zwischen Arzt und Patient finden unter ständig wachsendem Zeitdruck statt, die besorgten Patienten sind oft kaum in der Lage, alle für sie wichtigen Informationen aufzunehmen. Nicht immer kann es gelingen, Missverständnisse zu vermeiden und Ängste abzubauen. Viele Patienten suchen nach zusätzlichen Quellen, um das Gehörte zu überprüfen und eine weitere medizinische Meinung zu hören. Neben Printmedien wird zunehmend das Internet genutzt, um an Informationen zu gelangen. “ sagte Prof. Dr. med. Reinhard Brunkhorst, Präsident der DGfN.  Nach Angaben vom Prof. Dr. Jan Galle, Lüdenscheid, Pressesprecher der DGfN

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Volkskrankheit: Schätzungen zufolge haben 30-35 Millionen Menschen in Deutschland einen zu hohen Blutdruck. Laut „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ (Heft 43/Hypertonie [1]) leiden in der Altersgruppe der 50-59-Jährigen 59,3% der Frauen und 68,5% der Männer an Bluthochdruck. Jeder Zweite über 50 ist also betroffen. Es gibt aber auch „Problemfälle“: Manche Patienten benötigen eine kombinierte Therapie aus drei oder mehr Medikamenten, um den Blutdruck in den Zielbereich von unter 140/90 mm Hg zu senken, und bei einigen Patienten schlägt die medikamentöse Therapie nicht ausreichend an.

Diese schwer einstellbaren Patienten sollten immer einem Nephrologen (Nierenspezialisten) vorgestellt werden, denn die Nieren regeln den Blutdruck maßgeblich: Sowohl nervale als auch hormonelle Regelkreise, die den Blutdruck beeinflussen, werden über die Nieren gesteuert. Blutdruck und Nierenfunktion hängen eng zusammen.

 Weitere Info auf: http://www.dgfn.eu/presse/aktuelles/meldungen/artikel/pressemappe-zur-pressekonferenz-kongress-fuer-nephrologie-am-8-oktober-2012.html

Prof.h.c., Dr.h.c Natalia Eitelbach der Philosophie, der Europawissenschaften, NCLC Institut (USA).

 

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