85. Jahreskongress der DGN.

85. Jahreskongress der DGN.

Vom26. bis 29. September 2012 fand 85. Jahreskongress der DGN, der jährliche Neurologen-Kongress, der größte deutschsprachige neuromedizinische Kongress, größtes Neurologentreffen in Europa und zentrales Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsforum der neurologischen Medizin im CCH statt.

Bis zu 150 Journalisten der Fach- und Publikumsmedien besuchten den Kongress, um die hohe Themen- und Expertendichte für ihre Recherchen zu nutzen. Auf dem DGN-Kongress wurde auch der Deutsche Journalistenpreis Neurologie verliehen. Grenzen erkunden – neue Wege gehen. Unter diesem Motto trafen sich vom 26. bis 29. September 2012 rund 5000 Spezialisten für Erkrankungen des Gehirns und der Nerven im CCH – Congress Center Hamburg zum 85. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) – die größte Neurologenkonferenz in Europa.

Das wissenschaftliche Programm 2012 in Hamburg setzte sich in bewährter Form aus Symposien, Workshops, Minisymposien, freien Vorträgen und Posterpräsentationen zusammen. Den Schwerpunkt legte sowohl klinisch-neurologisch als auch neurowissenschaftlich auf Aktualität und Innovation, erfolgreiche Translation, praktische Relevanz und wissenschaftliche Exzellenz. „Die Grenzen zwischen klassischen Erkrankungen lösen sich zunehmend auf.

Um neue Zusammenhänge zu erkennen – etwa zwischen Herz und Hirn, Gefäßen und Demenz, psychischen Störungen und Immunsystem – müssen wir Grenzen überschreiten und interdisziplinär neue Gedanken wagen“, sagte Kongresspräsident Professor Christian Gerloff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Jahreskongress ist das einschlägige Forum für neurologische Wissenschaft, Therapie, Fortbildung und Gesellschaftsfragen – und für den Nachwuchs. „Zu den aktuellen Themen der Neurologie zählt die Altersmedizin. Schon heute sind zwei Drittel der geriatrischen Erkrankungen neurologisch“, betonteProfessor Wolfgang Oertel, erster Vorsitzender der DGN.

Durch die alternde Bevölkerung mit den zunehmenden Volkskrankheiten Schlaganfall oder Alzheimer-Erkrankung sowie neue Behandlungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei Multipler Sklerose, Epilepsie, Migräne und Kopfschmerz, hat sich die Anzahl der Patienten in nur 15 Jahren verdoppelt. Ein Schwerpunkt der Wissenschaft liegt derzeit auf der Prävention von neurologischen Krankheiten, etwa der Früherkennung und frühen Therapie der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit oder der Vorbeugung des Schlaganfalls.

Grenzgänger wurden die prominenten Gäste: Professor Mark Hallett von den National Institutes of Health (USA), einer der meistzitierten Neurologen, wagte den weltweiten Blick über Ländergrenzen hinweg. Der Arzt, Schriftsteller und Kabarettist Eckart von Hirschhausen zeigte neue, bisweilen therapiefördernde Wege der Kommunikation. Der in Hamburg lebende Profisegler und Teamcoach Tim Kröger beleuchtetezum Abschluss des Präsidentensymposiums den Aspekt „Teamarbeit in Extremsituationen“ aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 7000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion.

Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin. 1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel, der 2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann, der 3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond, Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter. Prof.h.c., Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute (USA).

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