35. Deutscher Steuerberatertag im CCH Hamburg.

35. Deutscher Steuerberatertag im CCH Hamburg.

35. Deutscher Steuerberatertag im CCH Hamburg.

 

Vom 22.10.bis 23.10.2012 fand 35.Deutscher Steuerberatertags unter dem Motto „ Erfolgsstrategien kompakt“ im CCH Hamburg statt. Als „Gastgeber“ wurde Dr. Peter Tschentscher, Finanzsenator der Stadt Hamburg Grußworte an die Teilnehmer gerichtet.

Den Eröffnungsvortrag erklärte Jörg Asmussen von der EZB. DStV-Präsident Hans-Christoph Seewald betonte „ wie wird ein Mensch, eine Kanzlei, ein Team erfolgreich? Dafür gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Beim Deutschen Steuerberatertag wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, durch planvolles Vorgehen Potentiale zu erschließen und eine Kanzlei durch innovative Maßnahmen zukunftsfähig aufzustellen. „ Wie kaum ein anderes Rechtsgebiet unterliegt das Steuerrecht und die Steuerberatung einem stetigen Wandel.

Neben diesen Inhaltlichen Veränderungen muss der Steuerberater bzw. die Kanzlei für Steuerrecht laufend auch technische Änderungen und Vorgaben umsetzen, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen und Mandanten effektive und wirtschaftliche Beratung zu liefern. Dies betrifft sowohl die laufende Steuerberatung, Buchhaltung, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen, als auch die strategische Steuerberatung und steuerliche Gestaltung. Anlässlich der Eröffnung des 35. Deutschen Steuerberatertags in Hamburg formuliert DStV-Präsident Hans-Christoph Seewald vor über 1.200 Zuhörern klare Forderungen in Sachen Finanzpolitik und Erneuerung der Europäischen Union.

Im Hinblick auf das einmal mehr beim Bundesverfassungsgericht liegende Erbschaftsteuerrecht mahnte der DStV-Präsident zur Besonnenheit und warnte vor Aktionismus. Zum einen stehe noch längst nicht die Entscheidung der Karlsruher Richter fest. Zum anderen hätten sich die Steuerbegünstigungen für den Mittelstand grundsätzlich bewährt. Auf europäischer Ebene ist nach Ansicht von Hans-Christoph Seewald ein weiteres Zusammenwachsen der Staaten und Institutionen alternativlos.

Insbesondere bei der Forderung nach Stärkung des Europäischen Parlaments sieht sich der DStV im Einklang mit jüngsten Äußerungen prominenter Europapolitiker. Für eigene Strategien gab Impulsen die verschiedene Vorträge und Workshops zu den Themen „Zukunftssicherung für Steuerberater“ oder „Chancen für Steuerberater im sozialen Netzwerk“ und „Marktplatz der Erfolge“. Erstklassige Referenten vermittelten fundiertes Wissen zu praxisrelevanten aktuellen Fragen rund um die Themen Umsatzsteuer, Betriebsprüfung und Ertragssteuern.

Die Themenschwerpunkte „Unternehmensnachfolge“ und „Sanierung und Insolvenzverwaltung“ wurden in fünfstündigen Fortbildungen detailliert aufgearbeitet – nicht nur für Fachberater (DStV e.V.) eine gute Gelegenheit für alle, sich zu diesen lohnenden Fachgebieten umfassend zu informieren. Eine weitere aktuelle Herausforderung, die in Hamburg wohl ebenfalls starkt diskutiert wurde, ist die Entwicklung im Steuerstrafrecht.

Viele Steuerberater sind derzeit insbesondere auch mit den Themen Steuerhinterziehung, Schwarzgeld und Selbstanzeige konfrontiert. Auch hier spielt wiederum die Technik eine nicht untergeordnete Rolle, wie der Ankauf von DATEN-CDs aus der Schweiz vor Augen hält. Die DATEV eG präsentierte in diesem Jahr auf der begleitenden Ausstellung zum Deutschen Steuerberatertag ihr Angebot insbesondere rund um die Themen E-Bilanz und Mobilität. Zudem sprach DATEV-Vorstandsvorsitzender Prof. Dieter Kempf in der Eröffnungsveranstaltung mit Hans-Christoph Seewald, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V., über Steuerberatung in der digitalen Welt.

Prof.h.c. Dr.h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute (USA).

Veröffentlicht in News. Kommentare deaktiviert für 35. Deutscher Steuerberatertag im CCH Hamburg.

Kongress der DGK vom 11. bis 13. Oktober 2012 in CCH Hamburg.

Live OP - Prof. R. Hambrecht ( Institut Kardiologie Bremen).

Live OP – Prof. R. Hambrecht ( Institut Kardiologie Bremen).

Von Donnerstag, 11. Oktober 2012, bis Samstag, 13. Oktober 2012, fand in Hamburg die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und die Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie statt, mehr als 2000 aktive Teilnehmer besuchten berühmten Kongress der DGK in CCH Hamburg.

Unter dem Stichwort „Cardio live“ wurden aktuelle Fallbeispiele (Live Cases) gezeigt. Im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der DGK fand erneut ein Basic-Science-Meeting sowie eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung für Nachwuchswissenschaftler unter dem Motto „Grundlagen der Herz-Kreislauf-Forschung“ statt. Kongresspräsidenten: Dr. Jost Henner Wirtz (Dinslaken) und Prof. Dr. Nicolas Doll (Stuttgart). Immer weniger Herztote in Deutschland – Herzinfarkt ist Männersache, Herzinsuffizienz Frauensache.

„Die Sterblichkeit an den am weitesten verbreiteten Herz-Kreislauf-Krankheiten ist in Deutschland stark rückläufig, außerdem nimmt der Anteil tödlicher Herzkrankheiten an allen Krankheiten laufend ab“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl (Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Würzburg), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie anlässlich der Herbsttagung der DGK und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg.

„Zwischen dem Ende der 1990er-Jahre und 2010 ist in Deutschland die Sterblichkeit bei akutem Herzinfarkt und den ischämischen Herzkrankheiten (Krankheiten als Folge schlechter Durchblutung) um rund 20 Prozent gesunken.“

Im Detail: An chronischen ischämischen Herzkrankheiten verstarben 1998 in Deutschland 95.000 Menschen (11,1 Prozent aller Todesfälle), zuletzt waren es 72.700 (8,5 Prozent). Am akuten Herzinfarkt verstarben 1998 noch 76.000 Menschen (8,9 Prozent), heute sind es 55.500 (6,5 Prozent).

Es gibt allerdinge eine Reihe von Differenzierungen: Männer versterben in Deutschland wesentlich häufiger an akutem Herzinfarkt: 30.650 (7,5 Prozent) jährlich, gegenüber 25.000 (5,5 Prozent) Frauen. Bei der Herzinsuffizienz ist das Verhältnis umgekehrt: Daran verstarben jährlich 32.500 Frauen (7,2 Prozent) und 15.800 (3,9 Prozent) Männer.

„Die Sterbichkeit bei Herz-Kreislauf-Krankheiten schwankt stark je nach Region“, bilanziert der DGK-Präsident: Sie beträgt zum Beispiel – gemessen an allen Todesfälle – in Baden-Württemberg bei chronisch ischämischen Herzkrankheiten 7,2 Prozent und bei akutem Herzinfarkt 6,5 Prozent, in Sachsen-Anhalt hingegen 11,3 Prozent bzw. 8,5 Prozent. (2010)

„Die Versorgung von Herzpatienten ist in den vergangenen Jahren zu einer die künstlichen Versorgungssektoren (ambulant und stationär) übergreifenden Aufgabe geworden“, bilanziert Dr. Jost Henner Wirtz (Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dinslaken), Tagungspräsident des Kongresses der DGK vom 11. bis13. Oktober in Hamburg.

„Die Kardiologie umfasst einerseits typische Krankenhausmedizin: aufwändige und oft lebensrettende High Tech für die Versorgung von Patienten. Andererseits die langfristige Betreuung herzkranker Menschen, dieser Bereich ist die Domäne der niedergelassenen Fachärzte.“

Dabei gehe es um Fragen der Prävention, der Zusammenarbeit mit anderen Ärzten sowie mit anderen medizinischen Berufsgruppen und darum, Patienten über viele Jahre zu begleiten und zur Therapietreue zu motivieren. „Von der immer besseren“ Kooperation dieser beiden Bereiche der Versorgung profitieren letztlich am meisten die Herz-Patienten, so Dr. Wirtz.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 8000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter http://www.dgk.org.

Prof.h.c., Dr.h.c. Natalia Eitelbach of Philosphy, of European Science NCLC Institute (USA).

 

Veröffentlicht in News. Kommentare deaktiviert für Kongress der DGK vom 11. bis 13. Oktober 2012 in CCH Hamburg.

Der Kongress für Nephrologie 2012.

Der Kongress für Nephrologie 2012. CCH Hamburg.

Vom 06. bis 09. Oktober 2012 findet “ Kongress für Nephrologie 2012 “ in CCH Hamburg satt. Insgesamt 2000 Nierenfachärzte sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Hamburg zusammengekommen.

Am Samstagnachmittag wurde die vierte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Hamburg feierlich eröffnet. Bei der festlichen Eröffnung begrüßten die Tagungspräsidenten, Prof. Dr. Rolf A.K. Stahl (UKE Hamburg) und PD Dr. Karl Wagner (Asklepios Klinik Hamburg) die Gäste in der Hansestadt. Nach einem Grußwort des DGfN-Präsidenten, Prof. Brunkhorst, folgte ein inspirierender Festvortrag von Hamburgs Oberbaudirektor, Prof. J. Walter, zum Thema „Neue Herausforderungen für die Metropolen – Konzepte und Projekte der Freien und Hansestadt Hamburg“. Anschließend wurden die wichtigsten Wissenschaftspreise der DGfN vergeben:

Prof. Dr. Dr. Walter Hörl (Wien) wurde mit der Franz-Volhard-Medaille für sein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk in der Nephrologie ausgezeichnet. Der Franz-Volhard-Preis, der besondere Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen auszeichnet, wurde an Prof. Dr. Wolfgang Kühn (Freiburg) und Prof. Dr. Michael Zeisberg (Göttingen) verliehen.

Wie Prof. Stahl in seiner Begrüßungsrede hervorhob, stellt die Förderung des nephrologischen Nachwuchses einen wichtigen Themenschwerpunkt der Jahrestagung dar – es ist der erste Nephrologiekongress mit einem eigenen Programmstrang für junge Mediziner. Bei der Eröffnung war bereits eine Podiumsdiskussion zum Thema „Berufsbild Nephrologie – Karrierechancen in der Zukunft“ unter der Leitung von Prof. Sigrid Harendza (UKE Hamburg).

Am Nachmittag fand zudem das an den Kongress assoziierte Patientenseminar der Nieren Selbsthilfe Hamburg e.V., des Bundesverbandes für Organtransplantierte e.V. und des Vereins Lebertransplantierte in Deutschland e.V. zum Thema Organspende statt. Mehr als 200 interessierte Dialysepatienten, Nierentransplantierte , aber auch Nierenkranke, die noch keine Nierenersatztherapie (Dialyse/Transplantation) benötigen, nahmen teil und informierten sich über die Transplantation, die medikamentöse Therapie nach einem solchen Eingriff und Möglichkeiten der Rehabilitation. Betroffene und Ärzte kamen zu Wort, u.a. auch Prof. Dr. Jochen Hoyer, ehemaliger Leiter des Lübecker Transplantationszentrums, der vor 15 Jahren selbst eine Niere gespendet hatte. Tagungspräsident Prof. Wagner hob in seinem Schlusswort die Wichtigkeit der umfassenden Patienteninformation hervor: „Nur der informierte Patient kann sich aktiv in Therapieentscheidungen einbringen und selbstbestimmt handeln“.

Nach Angaben von Dr. Wagner warten in Deutschland immer mehr Menschen auf eine Spenderniere. Habe die durchschnittliche Wartezeit vor zehn Jahren noch etwa drei Jahre betragen, müssten Patienten aktuell mehr als fünf Jahre auf eine Operation warten. Und dies, obwohl es genügend Organspendepotenzial gebe, so Wagner.  „Organspende ist eine Vertrauenssache – und Vertrauen gewinnt man über die persönliche Ebene“, sagte Wagner. Die Zahl derjenigen Menschen, die nach dem Tod Organe gespendet haben, sei im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent gegenüber 2010 gesunken, so der Leiter der Abteilung für Nephrologie an der Asklepios Klinik in Hamburg-Barmbek unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Wagner befürchtet, dass die jüngsten Organspende-Skandale in München und Regensburg negative Auswirkungen auf die Spendebereitschaft haben, „weil es die Menschen verunsichert.“ Im Jahr 2010 wurden seinen Angaben zufolge 2272 Nieren nach einer postmortalen Spende transplantiert. Die mutmaßlich manipulierten Transplantationen in Göttingen, Regensburg und jetzt München treiben offenbar auch die Nephrologen um. Auf ihrer Jahrestagung in Hamburg forderte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Aufklärung bis ins „kleinste Detail“, was die mutmaßlich manipulierten Transplantationen betrifft. „Wir müssen die Fehler im System eradizieren“, sagte Co-Tagungspräsident Privatdozent Karl Wagner. Der Nephrologe von der Asklepios Klinik Barmbek meinte damit das „menschliche Versagen“ der Ärzte, die unter Verdacht stehen, mittels erfundener Laborwerte und Dialysen die Wartelisten manipuliert zu haben. “ Die Aufklärung über komplizierte medizinische Zusammenhänge, die das weitere Leben von Patienten entscheidend beeinflussen können, stellt eine enorme Herausforderung für Ärzte und ihre Patienten dar. Die Gespräche zwischen Arzt und Patient finden unter ständig wachsendem Zeitdruck statt, die besorgten Patienten sind oft kaum in der Lage, alle für sie wichtigen Informationen aufzunehmen. Nicht immer kann es gelingen, Missverständnisse zu vermeiden und Ängste abzubauen. Viele Patienten suchen nach zusätzlichen Quellen, um das Gehörte zu überprüfen und eine weitere medizinische Meinung zu hören. Neben Printmedien wird zunehmend das Internet genutzt, um an Informationen zu gelangen. “ sagte Prof. Dr. med. Reinhard Brunkhorst, Präsident der DGfN.  Nach Angaben vom Prof. Dr. Jan Galle, Lüdenscheid, Pressesprecher der DGfN

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Volkskrankheit: Schätzungen zufolge haben 30-35 Millionen Menschen in Deutschland einen zu hohen Blutdruck. Laut „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ (Heft 43/Hypertonie [1]) leiden in der Altersgruppe der 50-59-Jährigen 59,3% der Frauen und 68,5% der Männer an Bluthochdruck. Jeder Zweite über 50 ist also betroffen. Es gibt aber auch „Problemfälle“: Manche Patienten benötigen eine kombinierte Therapie aus drei oder mehr Medikamenten, um den Blutdruck in den Zielbereich von unter 140/90 mm Hg zu senken, und bei einigen Patienten schlägt die medikamentöse Therapie nicht ausreichend an.

Diese schwer einstellbaren Patienten sollten immer einem Nephrologen (Nierenspezialisten) vorgestellt werden, denn die Nieren regeln den Blutdruck maßgeblich: Sowohl nervale als auch hormonelle Regelkreise, die den Blutdruck beeinflussen, werden über die Nieren gesteuert. Blutdruck und Nierenfunktion hängen eng zusammen.

 Weitere Info auf: http://www.dgfn.eu/presse/aktuelles/meldungen/artikel/pressemappe-zur-pressekonferenz-kongress-fuer-nephrologie-am-8-oktober-2012.html

Prof.h.c., Dr.h.c Natalia Eitelbach der Philosophie, der Europawissenschaften, NCLC Institut (USA).

 

Veröffentlicht in News. Kommentare deaktiviert für Der Kongress für Nephrologie 2012.

85. Jahreskongress der DGN.

85. Jahreskongress der DGN.

Vom26. bis 29. September 2012 fand 85. Jahreskongress der DGN, der jährliche Neurologen-Kongress, der größte deutschsprachige neuromedizinische Kongress, größtes Neurologentreffen in Europa und zentrales Wissenschafts-, Fortbildungs- und Diskussionsforum der neurologischen Medizin im CCH statt.

Bis zu 150 Journalisten der Fach- und Publikumsmedien besuchten den Kongress, um die hohe Themen- und Expertendichte für ihre Recherchen zu nutzen. Auf dem DGN-Kongress wurde auch der Deutsche Journalistenpreis Neurologie verliehen. Grenzen erkunden – neue Wege gehen. Unter diesem Motto trafen sich vom 26. bis 29. September 2012 rund 5000 Spezialisten für Erkrankungen des Gehirns und der Nerven im CCH – Congress Center Hamburg zum 85. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) – die größte Neurologenkonferenz in Europa.

Das wissenschaftliche Programm 2012 in Hamburg setzte sich in bewährter Form aus Symposien, Workshops, Minisymposien, freien Vorträgen und Posterpräsentationen zusammen. Den Schwerpunkt legte sowohl klinisch-neurologisch als auch neurowissenschaftlich auf Aktualität und Innovation, erfolgreiche Translation, praktische Relevanz und wissenschaftliche Exzellenz. „Die Grenzen zwischen klassischen Erkrankungen lösen sich zunehmend auf.

Um neue Zusammenhänge zu erkennen – etwa zwischen Herz und Hirn, Gefäßen und Demenz, psychischen Störungen und Immunsystem – müssen wir Grenzen überschreiten und interdisziplinär neue Gedanken wagen“, sagte Kongresspräsident Professor Christian Gerloff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Jahreskongress ist das einschlägige Forum für neurologische Wissenschaft, Therapie, Fortbildung und Gesellschaftsfragen – und für den Nachwuchs. „Zu den aktuellen Themen der Neurologie zählt die Altersmedizin. Schon heute sind zwei Drittel der geriatrischen Erkrankungen neurologisch“, betonteProfessor Wolfgang Oertel, erster Vorsitzender der DGN.

Durch die alternde Bevölkerung mit den zunehmenden Volkskrankheiten Schlaganfall oder Alzheimer-Erkrankung sowie neue Behandlungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei Multipler Sklerose, Epilepsie, Migräne und Kopfschmerz, hat sich die Anzahl der Patienten in nur 15 Jahren verdoppelt. Ein Schwerpunkt der Wissenschaft liegt derzeit auf der Prävention von neurologischen Krankheiten, etwa der Früherkennung und frühen Therapie der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit oder der Vorbeugung des Schlaganfalls.

Grenzgänger wurden die prominenten Gäste: Professor Mark Hallett von den National Institutes of Health (USA), einer der meistzitierten Neurologen, wagte den weltweiten Blick über Ländergrenzen hinweg. Der Arzt, Schriftsteller und Kabarettist Eckart von Hirschhausen zeigte neue, bisweilen therapiefördernde Wege der Kommunikation. Der in Hamburg lebende Profisegler und Teamcoach Tim Kröger beleuchtetezum Abschluss des Präsidentensymposiums den Aspekt „Teamarbeit in Extremsituationen“ aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 7000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion.

Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin. 1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel, der 2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann, der 3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond, Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter. Prof.h.c., Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute (USA).

Veröffentlicht in News. Kommentare deaktiviert für 85. Jahreskongress der DGN.

Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Prof. Dr.med.P.Layer mit Prof.Eugene P.Dimagno

Vom 19. bis 22. September 2012 fand in Hamburg die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) statt. Mehr als 4000 Ärzte,

Assistenzpersonal und Wissenschaftler diskutierten auf der „Viszeralmedizin 2012“ über Erkrankungen des Bauchraums und Verdauungstrakts. Veranstalter der interdisziplinären Tagung sind die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), deren Sektion gastroenterologische Endoskopie und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Schwerpunkte in diesem Jahr sind funktionelle und Bewegungsstörungen an Speisröhre, Magen und Darm, akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Krebserkrankungen und Transplantationen.

Auch internationale Experten etwa der Mayo Clinic, Rochester, aus Harvard und Utrecht bereicherten mit ihren Vorträgen das wissenschaftliche Programm. Ein Arzt-Patienten-Seminar am Samstag bot aktuelles Wissen von Experten für Laien und Betroffene. Wie bedeutend die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Viszeralmedizin ist, zeigte sich am Beispiel der schweren akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung.

„Sie ist in diesem Fachgebiet immer noch eine der tödlichsten Erkrankungen; Internist und Chirurg müssen sich täglich neu darüber abstimmen, was für den Patienten das Beste ist“, sagte DGVS-Kongresspräsident Professor Dr. med. Peter Layer aus Hamburg. „Denn mit einer optimierten Therapie können die Überlebensraten von 50 auf weit über 80 Prozent gesteigert werden“, erläuterte Professor Layer. Der Paradigmenwechsel in der Behandlung – zunächst konservativ zu therapieren und eine etwaige Operation so schonend und so spät wie möglich durchzuführen – wird auch durch neuere Studien von Professor Hjalmar van Santvoort aus Utrecht gestützt, die er auf der „Viszeralmedizin 2012“ präsentierte.

Auch Transplantationen sind Thema auf dem Kongress. Hier ging es nicht nur um Techniken der Organentnahme oder Komplikationen. Bereits vor Bekanntwerden des Transplantationsskandals hatte DGAV-Präsident setzte Professor Stefan Post die Verteilungsgerechtigkeit von Organen auf die Agenda : „Jedes Jahr warten mehr Menschen auf eine Leber als es Spender gibt, sodass wir vor dem Problem der Verteilung stehen. In Deutschland gilt das Prinzip der Dringlichkeit: Jene Patienten, die in den nächsten drei Monaten voraussichtlich versterben, erhalten das lebensrettende Organ“, erläuterte Post. Dies sei jedoch nur eine mögliche Form, die sich auch negativ auf die Komplikationen nach der Transplantation auswirkt.

Diskutieren ließe sich, ob jüngere Patienten bevorzugt werden sollten oder Patienten mit den besten Erfolgsaussichten nach der Transplantation. Diese Fragen sollten keinesfalls von Medizinern alleine entschieden werden, sondern bedürfen eines gesellschaftlichen und politischen Konsens. Besondere Bedeutung kam auf dem Kongress der endoskopischen Entfernung von Krebs im Frühstadium zu. „Wir verzeichnen derzeit eine starke Zunahme an Speiseröhrenkrebs und hier besonders des Barrett-Karzinoms. Das betrifft vor allem Männer über 50 Jahren mit chronischem Sodbrennen“, sagte Professor Dr. med. Jürgen Hochberger, Vorsitzender der DGVS Sektion Endoskopie, Hildesheim.

Gleich drei endoskopische Verfahren stehen für die Behandlung zur Verfügung – je nach Schwere und Ausbreitung der Barrett-Schleimhaut. Das neueste Verfahren, die Endoskopische Submucosa-Dissektion (ESD), weist zwar das geringste Wiedererkrankungsrisiko auf, ist jedoch auch das invasivste Verfahren und technisch anspruchsvoll. „Da hier auch ein funktionierendes Team entscheidend ist, tagen wir gemeinsam mit dem Endoskopiepflege- und Assistenzpersonal“, ergänzte Professor Hochberger.

Die Viszeralmedizin gehört zu den vielfältigsten Fächern der Medizin. Dies möchten die Kongresspräsidenten auch dem Nachwuchs vermitteln. Erstmals gab es daher ein Tutorenprogramm für Medizinstudenten im klinischen Semester: Zusammen mit einem Tutor besuchten Teilnehmern in Kleingruppen ausgewählte Vorträge, die sie gezielt vor- und nachbereiten haben. Als weitere Neuerung des Kongresses wurden alle eingereichten und akzeptierten Arbeiten in das Kongressprogramm als Vortrag integriert. Als „Nachleseversion“ wurden die Originalbeiträge zusätzlich während des gesamten Kongresses in der „Science Lounge“ an Terminals abrufbar. Prof. h. c. , Dr. h.c. Natalia Eitelbach of Philosophy, of European Science NCLC Institute (USA).

Veröffentlicht in News. Kommentare deaktiviert für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).
World Global News

World Global News

Matt on Not-WordPress

Stuff and things.

%d Bloggern gefällt das: